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Signaletik
Buchstaben aus Beton

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Im Rahmen eines Signaletik-Vorprojekts setzten wir uns mit der Frage auseinander, wie sich Signaletik als räumliches Objekt aus Beton denken lässt. Die Rahmenvorgabe war, dass Information und das Material Beton untrennbar miteinander verbunden sind.

In dieser Logik werden die Buchstaben selbst zu räumlichen Objekten aus Beton. Sie sind mehr als reine Informationsträger. Sie haben Gewicht, Oberfläche, Kanten, Schatten. Sie stehen im Raum, altern, werden berührt, werfen zu unterschiedlichen Tageszeiten unterschiedliche Bilder von sich selbst. Eine Signaletik aus Beton kommuniziert daher nicht nur über ihre Form, sondern ebenso über ihr Material – über Rauheit, Dichte und Massstab.

Am Anfang stand die Suche nach der passenden Formensprache. Verschiedene Alphabet-Varianten wurden gezeichnet, verglichen und in ihren Proportionen untersucht. Wie offen darf ein Punze sein, wie stark müssen Balken ausgebildet werden, damit die Lesbarkeit auch aus der Distanz gewährleistet bleibt? In unterschiedlichen Ansichten wurden die Buchstaben geprüft: frontal, aus der Schräge, im Schattenriss. Jede Perspektive stellte neue Anforderungen an Rhythmus, Gewichtung und Ausgleich der Formen.

Parallel dazu wurden Dimensionen getestet. Modelle in unterschiedlichen Grössen zeigten, wie stark sich die Wirkung eines Buchstabens mit seiner Tiefe und Höhe verändert. Der Prototyp diente dabei als zentrales Werkzeug, um Proportionen im realen Raum zu beurteilen und die Wechselwirkung von Schrift, Architektur und Betrachtungsabstand zu überprüfen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Materialisierung. Unterschiedliche Betonanmischungen wurden erprobt, um die gewünschte Balance zwischen Präzision und Materialität zu finden.

Schliesslich wurde die Nachbearbeitung der gegossenen Elemente untersucht. Schleifen, Brechen der Kanten oder bewusstes Belassen kleiner Unregelmässigkeiten veränderten die Anmutung der Zeichen entscheidend. Die Bearbeitung definierte, wie präzise oder roh die Buchstaben erscheinen und wie sie sich in den architektonischen Kontext einfügen.

Auf dieser Grundlage werden die entwickelten Formensprachen und Materialisierungen konsequent auf weitere Elemente der Signaletik übertragen, etwa auf Stelen und ergänzende Trägerstrukturen. Dabei gewinnt das Zusammenspiel mit anderen Materialien an Bedeutung.